1-Franken-Bus übertrifft alle Erwartungen

Mit einer Verdoppelung des Billettverkaufs und der Zunahme der Fahrgäste auf den Stadtbus- und Postautolinien bis zu 30 Prozent, greift der erhoffte Umsteigeeffekt.
02. Apr. 2025
Mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2023, startete der dreijährige Pilotversuch "Eine Fahrt – ein Franken" innerhalb der Ostwind-Zone 256. Ein kontinuierliches Monitoring erlaubt eine weitere Analyse, die alle Erwartungen übertrifft.

Im Vergleich zur ersten Nutzeranalyse zwischen Januar bis März 2024, haben sich die Verkaufszahlen der Billette (ohne Abos) im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt (2023: 160'000; 2024: 325'000). Dasselbe gilt für die Abos: Die Zunahme bei den Jahresabos liegt bei 50 Prozent, rund 15 Prozent bei den Monatsabonnements. "Diese Zahlen zeigen, dass die Bevölkerung das Angebot intensiv nutzt. Der Umsteigeeffekt auf den öffentlichen Verkehr greift, womit die Strassen vom motorisierten Verkehr entlastet werden", betont Stadtrat Ernst Zülle.

In Zahlen lässt sich der Umsteigeeffekt zwar nicht greifen, weil dafür keine Daten vorliegen. Allerdings lassen die absoluten Verkaufszahlen der Billette auf einen nachhaltigen Umsteigeeffekt schliessen. Dabei dienen auch die Fahrgastzahlen als objektiven Parameter. Im Stadtbus wurden innerhalb der Zone 256 im Jahr 2024 rund 1.3 Mio. Fahrgäste transportiert, im Jahr zuvor waren es 1.15 Mio.; im Postauto wurden rund 875'000 Passagiere gezählt, im Jahr 2023 waren es deren 715'000.

Vor Einführung des Pilotprojekts ging die Stadt von einer Erhöhung der Verkaufszahlen von maximal 20 Prozent aus. Durch die Verdoppelung der subventionierten Billett-Verkäufe stiegen gleichzeitig auch die Ausgaben. Somit reichen die für das Jahr 2024 budgetierten Subventionen von rund CHF 700'000.- nicht aus, was sich in der Rechnung 2024 der Stadt mit einer Differenz von rund CHF 500'000.- niederschlägt. Diese Differenz wird durch die Spezialfinanzierung Parkplatzbewirtschaftung ausgeglichen.
  • Stadtrat Ernst Zülle: "Entscheid fällt in diesem Jahr"

    Noch in diesem Jahr soll entschieden werden, ob das Pilotprojekt "Eine Fahrt – ein Franken" definitiv eingeführt und dem politischen Prozess zugeführt werden kann. Die aktuelle Auswertung zeigt, dass der erhoffte Umsteigeeffekt greift. Aufgrund des grossen Erfolgs hoffen wir, dass der Pilot definitiv eingeführt wird. Damit käme der Stadtrat seiner Absicht, den öffentlichen Verkehr noch attraktiver zu machen und damit den motorisierten Individualverkehr zu reduzieren, noch näher.

    Stadtrat Ernst Zülle

  • Sandro Nöthiger: "Mobilitätswende spielt nur in Kombination"

    Die Datenlage ist erfreulich und zeigt, dass die Förderung des öffentlichen Verkehrs mit einem attraktiven Angebot Früchte trägt. Um den Umsteigeeffekt voranzutreiben und die Strassen vom motorisierten Individualverkehr zu entlasten, ist es wichtig in den öffentlichen Verkehr sowie und den Fuss- und Veloverkehr zu investieren. In Zukunft wird die kombinierte Mobilität eine immer wichtigere Rolle spielen, also die Kombination mit Bus, Bahn, Velo, zu Fuss und mit dem Auto.

    Sandro Nöthiger
    Leiter Tiefbau

  • Eine Fahrt. Ein Franken.

    Der dreijährige Pilotversuch (2024 bis 2026) geht auf das Postulat "Freie Fahrt mit dem Stadtbus" zurück. Mit der Zustimmung zum Parkierungsreglement, legte der Gemeinderat den Grundstein für die steuerneutrale Finanzierung für den Pilotversuch. Zudem hiess das Parlament eine zusätzliche Subventionierung von jährlich CHF 388'000 gut, sodass der Pilotversuch am 10. Dezember 2023 starten konnte. Die erforderlichen finanziellen Mittel werden der Spezialfinanzierung Parkplatzbewirtschaftung entnommen, womit die Subventionierung steuerneutral erfolgt.

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